Ausblick 2022 vom Präsidenten und Geschäftsführer

Herr Bertschinger, bevor wir den Blick auf 2022 richten, wie haben Sie 2021 persönlich erlebt?

Es war ein wichtiges und gutes Jahr für SEC. Aus verschiedenen Gründen war es für mich als neu gewählten Präsidenten und für unseren Vorstand klar, dass wir die Kammer grundlegend und rasch neu positionieren wollen. Dazu gehörte ein Strategie-Prozess, die Verstärkung des Vorstands, die Neubesetzung der Geschäftsleitung sowie die Konzeption und Umsetzung verschiedenster Massnahmen und mehr. Das brachte natürlich viel Arbeit mit sich.

Was mir auffiel war, dass alle, mit denen ich es zu tun hatte, grundlegend die Attraktivität unser Region und der Länder positiv einschätzte. Und auch dass die allermeisten ein Interesse an einer gut funktionierenden SEC bekundeten. Das war sehr motivierend für uns. Die Aufgabe war also einfach ausgedrückt, dass wir für einen attraktiven Markt (Schweiz / CEE) ein gleichermassen attraktives Produkt (die „neue SEC“) schaffen.

Eine grosse Herausforderung war, dass SEC auf Grund der oben erwähnten Schwierigkeiten nur über beschränkte Ressourcen verfügt. Ausserdem galt es rasch unseren Mitgliedern und Kunden wieder das Vertrauen bezüglich der Leistungsfähigkeit der Kammer zurückzugeben. Weiter zentral ist für mich, dass wir möglichst nahe bei unseren Mitgliedern sind, dass wir sie kennen, sie uns, und dass wir wissen, wie wir sie bestmöglich unterstützen können.

Sehr erfreulich war, dass wir viele neue Mitstreiter für unser Vision der „neuen“ SEC fanden. So konnten wir im Vorstand mit Dr. Daniel Schmid als neues Mitglied und Dr. Andrej Vckovski und Marek Dutkiewicz als Gäste drei motivierte und engagierte Personen gewinnen. Auch vertieften wir die Zusammenarbeit mit wichtigen institutionellen Partnern wie den bilateralen Handelskammern, den Botschaften, S-GE, SERV und vielen weiteren.  Ein kleiner „Meilenstein“ war für SEC, dass wir mit Irena Belcheva eine sehr kompetente, Teilzeit-Unterstützung in der Geschäftsstelle finden konnten.

Stolz sind wir auch darauf, dass es uns in der kurzen Zeit seit der Neupositionierung gelungen ist, mehr als 10 Neumitglieder zu gewinnen.

Sie sprechen ja jeweils von der „neuen SEC“. Können Sie die neue Strategie umschreiben?

Wir glauben daran, dass es zwischen der Schweiz und den 17 CEE-Länder dynamische und v.a. auch zukunftsträchtige Beziehungen gibt. Und dies nicht nur bezüglich Wirtschaft, sondern auch bezüglich Wissenschaft und Gesellschaft Kultur.

Als Non-Profit Organisation haben wir zwei Hauptziele: Ersten, dass wir diese Beziehungen zwischen der Schweiz und den CEE-Ländern fördern sowie zweitens, dass wir uns dafür zu engagieren, dass unsere Mitglieder, Kunden und Partner erfolgreicher werden.

Wir stellen uns also etwas breiter auf als früher – wie gesagt auch fallweise bezüglich Wissenschaft und Gesellschaft – und streben an, dass wir über die Zeit schlagkräftiger werden und so viel bewegen können zwischen der Schweiz und CEE.

Neu ist auch unser Community – Approach, durch den wir eine Gemeinschaft von gleichgesinnten Menschen, Firmen und Institutionen aufbauen möchten, welche sich für den Aufbau der Beziehungen der Schweiz zu den CEE-Ländern einsetzen möchten.

Wir haben auch unsere Dienstleistungspalette geschärft und fokussieren uns künftig auf vier Bereiche:

  • Beratung (Export/Import/Sourcing/Investments)
  • Vernetzung/Networking
  • Information/Inspiration
  • sowie die fallweise Übernahme von Projekten

Innerhalb dieser vier Kernbereiche werden wir 2022 verschiedenste, teils auch neue, attraktive Dienstleistungen anbieten und somit hoffentlich den Mehrwert, den wir für Mitglieder und Partner bieten, steigern.

Zusammengefasst verfolgt SEC eine Wachstumsstrategie, u.a. bezüglich Mitglieder und Projekten, damit wir mehr und mehr für unsere Mitglieder, Partner und die Länder tun können.

Und was sind die Pläne der SEC für 2022?

2022 soll die neue Strategie fokussiert umgesetzt werden. Die Planung ist rollend und wir bleiben flexibel für Opportunitäten.

Bezüglich Beratung fokussieren wir uns nicht nur auf die Richtung Schweiz- CEE, sondern auch auf effiziente Importberatung in die Schweiz für Firmen aus CEE. Es ist mir dabei ein persönliches Anliegen, dass SEC nur Projekte oder Teile davon übernimmt, wo wir einen echten Mehrwert bieten können. Ansonsten werden wir immer mit den besten Partnern in unserem Netzwerk zusammenarbeiten. Dies immer mit dem Blick auf den grösstmöglichen Nutzen für unsere Mitglieder und Kunden.

Bezüglich Networking/Vernetzung planen wir eine Serie von attraktiven Events, oft in Partnerschaft mit attraktiven Organisationen. Dies sind die bewährten CEE-Day im September oder auch die GV. Neu kommen 3-4 SEC Business Lunches hinzu sowie – wenn alles klappt – ein Golf-Turnier zusammen mit KMU Swiss. Wir werden 2022 auch verschiedene Partner-Events unterstützen wie z.B. das geplante 2. Polnische Wirtschaftsforum in Bern.

Ein Fokus wird 2022 auf die verbesserte Information und Inspiration gelegt. 2021 konnten wir mit der monatlichen Webinar-Serie „CEE-Swiss Impulse Sessions“ m.E. ein tolles Highlight setzen. Diese wird in Zusammenarbeit mit den 10 Handelskammern in den CEE-Länder weitergeführt. Ab Januar werden wir einen neuen, monatlichen Newsletter publizieren. Dies ergänzt unsere Kommunikation über LinkedIn und unsere Homepage. Und wir planen eine weitere Neuerung für unsere Mitglieder: Die SEC Know-How Circles. Hier möchten wir für die unterschiedlichsten Fachspezialisten bei unseren Mitgliedschaftsfirmen einen konkreten Mehrwert generieren, indem wir regelmässig einen Wissensaustausch z.B. zu Legal, HR oder auch Logistik mit Fokus CEE-Schweiz organisieren.

Bezüglich Übernahme von Projekten sind wir zur Zeit in einigen Gesprächen und sind ganz generell offen für mögliche Kooperationen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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